Hört, hört, Trendforscher Wippermann!

Autor: Nanett Dietz

 

In der aktuellen Werben & Verkaufen vom 24. Februar 2011 kommt Peter Wippermann, Trendforscher und gelernter Schriftsetzer zu Wort und spricht über Marketing 3.0. Darin sind einige Thesen, die sich Kommunikationsschaffende zu Gemüte führen sollten:

 

- Er entdeckt einen neuen Verbrauchertypus, nämlich den nervösen Konsumaten. Dieser sitzt mit Smartphone vorm Fernseher und überprüft eingehende Informationen aus den Medien anhand Meinungen seines Sozialnetzwerkes. 

These #1: Er glaubt nichts, was seine Buddies nicht auch wissen und glauben.

 

- Marketing 3.0 geht vom Kunden aus. Diesen neuen Verbrauchertypus erreicht man nur, wenn man ihn einzeln und ziehmlich direkt anspricht (Location based services etc.). 

These #2: Er merkt, wenn die Werbebotschaft platt ist. 

 

- Unternehmen müssen sich ganzheitlicher aufstellen. Als vorbildlich bezeichnet Wippermann den Fall des US-Elektronikhändlers Best Buy, der (alle???) seine Mitarbeiter mit Smartphones ausgestattet hat.Sie durchforsten das Netz nach dem Unternehmensgegenstand und kommunizieren direkt. Damit das geordnet verläuft, gibt's einen kleinen Leitfaden. 

These #3: Kommunikation wird von allen gemacht.

 

- Diese Art des Marketings zwingt Media-, Werbe- und PR-Agenturen zum Umdenken. Sie müssen in Echtzeit kommunizieren können und haben eventuell einen Entscheider, aber unzählige Mitwirkende. 

These #4: Marketing 3.0 = integrative Beratung.

 

Wippermanns Überlegungen sind sehr fundiert und inspirierend. Sie verweisen in die Zukunft, sind insofern zu einem Teil mehr Zukunftsmusik als praxisrelevanter Trend. Schließlich haben die Sinusmilieu-Typen & Co. unbedingt noch eine hohe Gültigkeit, doch die Übergangszeit hat längst begonnen. Der technischen Entwicklung folgt doch tatsächlich die kommunikative Revolution auf dem Fuße. Und wir mittendrin! Zapperlot!