Kein Milchbubi
Starkes Element in der Unterhaltungsflut
Autor: Nanett Dietz
Ich habe meine innere Checkliste, auf der ein wilder Mix steht von Dingen, die ich erledigen muss oder will. Das Vorhaben „Milk ansehen“ gehörte zu zweiter Kategorie. Geschafft! Und: für empfehlenswert befunden. Gus Van Sants hat mit seinem Film „Milk“ ein Stück Zeitgeschichte präsentiert. Der Hauptdarsteller Sean Penn wurde 2008 mit dem Oskar ausgezeichnet. Seit 2009 gibt es den Streifen auf DVD.
„Milk“ ist die Filmografie von Harvey Milk (1930-1978), einem in San Fransisco wirkenden Lokalpolitiker. Er war homosexuell, bekannte sich dazu und engagierte sich deshalb in der Politik.
Als PR-Lady stach mir die kommunikative Komponente der Filmografie ins Auge. Regisseur Gus Van Sants arbeitete diese anhand der beiden Politiker Dan White und Harvey Milk heraus: Der eine vertritt recht schwammige konservative Werte mit einem hohen Anteil an konstruierten Forderungen, der andere ein elementares Anliegen mit hohem persönlichen Einsatz und Involvement. Klar, wer hier die Mehrheit einfährt. Klar, was auch heute Grundprinzip der Kommunikation sein muss! Nur hoffentlich mit einem anderen Ausgang!
Alles in allem ein inspirierender Film.
Pronomen stiftet übrigens ein Exemplar Zeitgeschichte an denjenigen, der die richtige Antwort weiß: Wie hieß Milks Geschäft in San Francisco? Bei mehreren richtigen Einsendern entscheidet das Los.



