Metropolenshopping

Autorin: Andrea Hillebrand

 

 

Köln, München, Hamburg, Berlin. Deutschlands Metropolen locken mit aufregender Kultur, spannenden Sehenswürdigkeiten und traumhaften Shoppinggelegenheiten.

 

Egal wo man hinschaut auf die Hohe Straße, die Kaufingerstraße, die Mönckebergstraße oder den Ku-Damm überall schleppen Jung und Alt tütenweise ihre Trophäen nach Hause. Doch gerade diese Tüten verraten viel über die deutsche Einkaufslandschaft. Während wir noch vor ein paar Jahren auch in die verschiedenen Städte gefahren sind, weil es dort Dinge zu kaufen gab, die zu Hause nicht zu bekommen waren, scheint heute alles überall verfügbar zu sein. Die Einkaufsstraßen unterscheiden sich nicht mehr. H&M, Zara, Kaufhof und Karstadt gehören zum Standard. Gleiches gilt für die höherpreisigen Labels. Keine Flaniermeile kommt mehr ohne Bulgari, Cartier, Boss oder Louis Vuitton aus. Nur der Blick aufs Straßenschild oder die ein oder andere Sehenswürdigkeit in der Nähe erinnern daran, in welcher Stadt sich der Besucher befindet.

 

Begrüßenswert ist gerade deswegen eine Initiative aus Berlin, die vor gut einem Jahr ins Leben gerufen wurde. Die unterschiedlichsten kleinen Boutiquen und Shops haben sich unter dem Motto „I LOVE COOL STUFF“ zusammengetan. Dahinter verbarg sich vor allem eine kleine Karte von Berlin, auf der alle diese Läden markiert waren. Üblicherweise wird man von den leuchtenden Shoppingmalls angezogen – so auch am Berliner Alex. Erst der Blick auf den Guide von I love cool stuff weist darauf hin, dass es auch in der nächsten Straße links und dann direkt rechts einen sehenswerten Laden gibt. Tatsächlich gerade zwei Gehminuten entfernt vom Mainstream verbirgt sich ein kleiner Shop mit todschicker Kleidung. Die Bluse trägt bestimmt sonst niemand – ist schließlich ein Einzelstück.

 

Ab und zu gibt es Aktionen: Wer sich an einem Aktions-Samstag in z.B. 20 der Geschäfte einen Stempel holt, bekommt eine tolle Einkaufstasche. Aus PR-Sicht eine lobenswerte Initiative, aber meines Erachtens gar nicht nötig. Die kleine Karte ist Anreiz genug, um eine echtes „Berlin-Einkaufserlebnis“ zu bekommen. Vielleicht zeigen auch bald Köln, München oder Hamburg auf diese Weise ihre versteckten Schätze. www.ilovecoolstuff.net