Tipp: Paris au vélo
Autorin: Andrea Hillebrand
Um in der Cité de l’amour größere Strecken zurückzulegen eignet sich das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs RATP. In der Praxis bedeutet das: runter zur Metro und durch die ewigen Gänge von unübersichtlichen Haltestellen wie Châtelet/Les Halles oder Gare du Nord zu irren. Tageslicht exklusive! Weil diese Variante zwar meist ihren Zweck erfüllt, aber nicht so richtig glücklich macht, hat sich eine Alternative erfolgreich etabliert: Velib.
Vergleichbar mit dem Service der Deutschen Bahn finden sich in der Pariser Innenstadt zahlreiche Fahrradstationen, an denen man sich nach wenigen Klicks am Anmeldeterminal ein Fahrrad leihen kann (www.velib.paris.fr). Für den Grundpreis von 1 Euro pro Tag zuzüglich einem zu zahlenden Betrag für die gefahrene Zeit (die erste halbe Stunde ist sogar umsonst), erkunden nun viele Menschen – Touristen wie Einheimische! – die Stadt auf zwei Rädern. Und der Selbstversuch hat gezeigt: Es ist großartig. An der Seine entlang zu fahren, vom Eiffelturm, am Invalidenturm vorbei und weiter zum nächsten Park ist ein einmaliges Erlebnis und Paris pur. Nur am Place de la Concorde hat mich der Mut verlassen. Diesen „Kreisverkehr“ als Fußgänger zu überqueren ist schon lebensgefährlich. Sich mit dem Fahrrad im Feierabendverkehr einzuordnen war mir deshalb zu riskant. So hieß es: Absteigen und schieben – Tageslicht inklusive!



